lustiges helmbauen  
 
do schaug her: der simon hat nen helm gemacht!
 
also wenn ihr mich fragt, dann gibt es keinen helm auf dem markt, der nach was ausschaut, gut schützt und auch gut auf meiner birne passt. nicht lang meckern, sondern loslegen. hab ich gedacht. und so ists dann auch gelaufen.
 
da ich konstruktiv am computer etwas schwach auf der brust bin bin ich also hergegangen und hab erstmal einen helm im positiv geshaped. das ging am besten so:
 
digitalen datensatz eines referenzhelmes besorgen. das innenmass der helmschale hernehmen. untermass von ca 5mm (spätere polsterung!) berücksichtigen, in 10mm- schritten ausdrucken. die ausdrucke hab ich dann auf schaumplatten übertragen, asugeschnitten und übereinander gelegt bzw mit spachtelmasse verklebt und danach die kanten rundgeschliffen.
 
 
 
 
 
 
anschliessend hab ich den schaumhelm mit industrieplastiline (clay) ordentlich eingeschmiert. das ist ein ordentliches geschmiere ;-)
jetzt ging das eigentliche formfinden los: mit der ziehklinge, hobel und spachteln arbeitet man sich immer weiter an die wunschform vor. wenn man das ganze mit einem modellbauer wie dem tobi macht, dann kommt da am schluss was ziemlich geiles dabei raus. 1000 dank hier nochmal!
 
 
 
 
 
 
so. im endeffekt sollte man sich mit der formfindung nicht in alle ewigkeit verkopfen. weil die andere arbeit macht ungefähr 2/3 der ganzen aktion aus. also weiter im text:
für die spätere laminierform wird eine teilung in längsrichtung des helmes aus federstahl gemacht. anschliessen das ganze mit clay-peel (trennmittel) eingschmiert, damit die negativform wieder runtergeht.
jetzt das negativ auflaminieren. ordentlich dick und mit viel harz, damit das ding dann auch hält.
 
 
 
 
 
beim entformen hat dann das ganze clay doch zu gut an der negativform geklebt und wurde komplett vom schaumträger gerissen. das war jetzt aber nicht so schlimm ;-)
 
die gesäuberte negativform war dann soweit, dass man das positiv darin rauslaminierren konnte. dazu hab ich folgenden aufbau gewält:
3 x kohle
3 x glas
3 x kohle
1 x kevlar
 
anschliessend dann abreissgewebe drauf, saugfähiges flece und dann ab in die tüte zum vakuumieren, damit das überschüssige harz austreten kann.
 
 
 
 
 
das positiv aus der form ist dann noch etwa sehr ‚roh‘ und muss noch beschnitten, geschliffen und ordentlich gefinished werden. auf jeden fall kam dann irgendwann ein geiler helm dabei raus, der dann im laminat so aussah:
 
 
 
 
 
und wem das ding in kohle einigermassen gefällt und wenn euch die storry dahinter ein bisschen vom komplizierten aufbau und werdegang eines helmes aufgeklärt hat, dann könnt ihr ihn demnächst bei plumax.de als kunststofffabrikat käuflich erwerben. na wohl bekomms.
 
 
 
Montag, 7. April 2008